Leitbild und Haltung
Wir wollen uns in der Jugend sportlich weiterentwickeln und stellen uns leistungsorientierter auf. Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, aus jedem Kind einen Profi zu machen. Es geht darum, jedes Kind so weit zu bringen, wie es in ihm steckt.
Für uns gilt: Ausbildung vor Ergebnis. Ein Sieg am Wochenende ist schön, aber er ist nicht der Maßstab. Der Maßstab ist, ob ein Kind am Ende der Saison besser Fußball spielt als am Anfang, ob es mutiger geworden ist und ob es gern zum Training kommt. Gute Ergebnisse sind die Folge guter Ausbildung, nicht ihr Ziel.
„Leistungsorientierung bedeutet für uns nicht Leistungsdruck.“
Leistung und Freude gehören zusammen, sonst funktioniert keins von beidem. Kinder sollen Fehler machen dürfen und daraus lernen. Wir wollen keine Kinder, die nur funktionieren, und keinen Druck, der die Freude erstickt.
Das wollen wir
- Kinder, die gerne zum Training kommen
- Fehler machen dürfen und daraus lernen
- Verantwortung übernehmen
- Disziplin, Pünktlichkeit, Respekt
- Lust, besser zu werden
Das wollen wir nicht
- Druck, der die Freude erstickt
- Angst vor dem eigenen Fehler
- Kinder, die nur funktionieren
- Ergebnis über Entwicklung
Ziele der Jugendarbeit
Unsere Jugendarbeit ruht auf drei Säulen, die zusammengehören:
- SportWir entwickeln unsere Spieler.
- GemeinschaftWir entwickeln unseren Verein.
- UnterstützungWir schaffen die Voraussetzungen dafür.
Sportlich heißt das konkret:
- Qualitativ gutes Training, altersgerecht und mit klaren Inhalten und Strukturen.
- Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft werden gefördert und auch eingefordert.
- Eine gemeinsame Spielidee, für die die Altersklassen stärker zusammenarbeiten.
- Talente erkennen und gezielt fördern.
- Die Qualität der Trainer sichern, durch regelmäßige Weiterbildung im Trainerteam.
- Athletik, Technik, Taktik und Kopf zusammen denken und nicht getrennt.
Und darüber hinaus wollen wir, dass man in der Jugend wieder mehr Verein spürt: Spieler, Eltern, Trainer und Verantwortliche sollen näher zusammenrücken.
Ausbildung nach Altersstufen
Die Übergänge sind der Schlüssel. Ein Spieler soll bei jedem Wechsel in die nächste Altersklasse anschließen können und nicht bei null anfangen. Deshalb hat jeder Jahrgang einen klaren Schwerpunkt, der auf dem vorigen aufbaut, und die Inhalte von der U13 bis zur U17 rücken bewusst eng zusammen.
Minis: G- und F-Junioren
Bei den Kleinsten steht die Freude am Spiel im Mittelpunkt. Viele Ballkontakte, kleine Spiele, kein Ergebnisdruck. Hier entsteht die Liebe zum Fußball, und das ist die wichtigste Grundlage für alles, was danach kommt.
U13 bis U15
In diesen Jahren wird das Fundament gelegt und dann Schritt für Schritt erweitert.
- U13
Fundament: Technik und Spielfreude
Eins gegen eins, erster Kontakt, beidfüßig spielen. Koordination und Ballgefühl stehen im Mittelpunkt.
- U14
Erste taktische Struktur
Die Spieler lernen, als Gruppe zu verteidigen und anzugreifen, und finden ihre ersten Positionen.
- U15
Intensität und Zweikampf
Höheres Tempo, mehr Körper, mehr Gegenwehr. Wer hier gelernt hat, sich durchzusetzen, profitiert später davon.
U16 bis U19
Jetzt geht es um Profil und Tempo, und um die Schwelle zum Herrenfußball.
- U16
Positionsprofil schärfen
Jeder Spieler weiß, was seine Position verlangt, und arbeitet gezielt daran.
- U17
Athletik und Spieltempo
Das Sprungbrett Richtung U19: schneller denken, schneller spielen, körperlich mithalten.
- U18/19
An der Schwelle zum Herrenfußball
Training, das auf die Anforderungen im Herrenbereich vorbereitet.
Übergang in den Herrenbereich
Unser Ziel ist, dass Spieler aus der eigenen Jugend den Weg in den Herrenbereich des Vereins finden. Versprechen kann das niemand. Entscheidend sind Leistung, Einstellung und die Entwicklung, die ein Spieler über die Jahre nimmt.
Spielidee und Training
Alle Altersklassen arbeiten mit einer gemeinsamen Spielidee. Das ist der rote Faden, an dem sich Trainingsinhalte und Schwerpunkte ausrichten, und der Grund, warum die Trainerteams der einzelnen Jahrgänge enger zusammenarbeiten als früher.
Training bei uns ist altersgerecht und hat klare Inhalte und eine feste Struktur. Athletik, Technik, Taktik und Kopf werden dabei zusammen gedacht und nicht getrennt geübt. Von den Spielern erwarten wir, dass sie Verantwortung für ihre eigene Entwicklung übernehmen: zuhören, mitdenken, dranbleiben.
Workshops
Neben dem Mannschaftstraining bieten wir Workshops an, in denen Spieler an einem Schwerpunkt gezielt arbeiten.
Athletik-Workshops
Geleitet vom Cheftrainer unserer 1. Herren. So lernen die Jugendspieler früh, was körperlich im Herrenfußball verlangt wird.
Torwart-Workshops
Für unsere Torhüter: Technik, Spieleröffnung und der Mut zum modernen Torwartspiel.
Wann welche Workshops für welche Jahrgänge stattfinden, sagen euch die Trainerteams.
Sichtung und Durchlässigkeit
Die sportliche Leitung schaut sich alle Mannschaften an. Talente wollen wir früh erkennen und gezielt fördern. Der Weg nach oben steht jedem offen, der ihn sich erarbeitet, unabhängig davon, in welcher Mannschaft er gerade spielt.
Sportliche Entscheidungen, etwa über Aufstellung und Positionen, trifft das Trainerteam.
Persönlichkeit und Werte
„Wir wollen unsere Spieler nicht nur zu besseren Fußballern machen, sondern auch zu selbstständigen jungen Menschen.“
Wer bei Kickers spielt, lernt Verantwortung: für sich, für das Team und für den Verein. Dazu gehören Pünktlichkeit, Disziplin und Respekt gegenüber Mitspielern, Trainern, Gegnern und Schiedsrichtern. Fair Play ist keine Floskel, sondern die Art, wie wir Fußball spielen wollen.
Und: Schule geht vor Fußball. Wird es in der Schule eng, sprecht mit dem Trainerteam.
Trainerinnen und Trainer
Unsere Trainerinnen und Trainer tragen das Konzept auf den Platz. Fast alle machen das ehrenamtlich, neben Beruf und Familie. Damit das gut funktioniert, gilt für beide Seiten:
Wir erwarten
- Altersgerechtes Training mit klaren Inhalten und fester Struktur, nach unserer gemeinsamen Spielidee.
- Regelmäßige Weiterbildung im Trainerteam.
- Vorbild sein: pünktlich, respektvoll, auch gegenüber Schiedsrichtern und Gegnern.
- Ansprechbar sein für Eltern. Sportliche Entscheidungen trefft ihr, und ihr erklärt sie.
- Talente an die sportliche Leitung melden und den Austausch mit den anderen Jahrgängen suchen.
- Kleidung nur gegen Pfand ausgeben und in der Kleiderausgabe erfassen.
- Spielverlegungen nach dem festen Ablauf und die Social-Media-Regeln einhalten.
Ihr bekommt
- Feste Ansprechpartner für Sport, Spielbetrieb, Fuhrpark und Mitglieder.
- Vereinsbullis für Auswärtsfahrten.
- Workshops für eure Spieler: Athletik mit dem Cheftrainer der 1. Herren und Torwart-Workshops.
- Physiotherapie im Verein und ärztliche Anlaufstelle in der Hafenpraxis.
- Eine Kickers-Mail mit Google Workspace und 1 TB Cloud-Speicher.
- Die Kleiderausgabe-App, die festhält, wer welche Teile hat.
- Fertige Canva-Vorlagen für die Social-Media-Beiträge eurer Mannschaft.
- Eine Sponsorenmappe, mit der ihr Partner für eure Mannschaft gewinnen könnt.
- Zugang zum Benefits-Portal für Mitglieder.
Eltern als Partner
Eltern unterstützen, Trainer trainieren.
Ohne Eltern gibt es keinen Jugendfußball. Ihr fahrt zu Auswärtsspielen und steht bei Wind und Wetter am Platz. Dafür sind wir dankbar. Damit die Rollen klar bleiben, wünschen wir uns:
- Sportliche Entscheidungen bleiben beim Trainerteam.
- Anfeuern statt reinrufen. Coachen ist Sache der Trainer.
- Kinder lernen, Verantwortung für ihre eigene Entwicklung zu übernehmen. Nicht jedes Problem müssen Eltern sofort lösen.
- Fehler und Rückschläge gehören zur Entwicklung. Sie sind kein Systemfehler.
- Fahrgemeinschaften zu Auswärtsspielen, denn die lassen sich nur gemeinsam stemmen.
Und die wichtigste Unterstützung? Hinfahren, zuhören, da sein. Das wirkt mehr als jeder Ratschlag von außen.
Gemeinschaft
Ein Verein ist mehr als Training und Spiele. Sportlich hat sich in den letzten Jahren einiges bewegt, beim Vereinsleben ist noch Luft nach oben. Wir wollen, dass sich die Mannschaften als eine Jugendabteilung verstehen und nicht als Einzelteams, dass Spieler sich auch außerhalb der eigenen Mannschaft kennen und dass Eltern sich untereinander kennenlernen.
Ideen dafür gibt es viele, von Jugendturnieren über einen Saisonabschluss und gemeinsame Auswärtsfahrten bis zu einem Eltern- und Trainerabend. Was davon umgesetzt wird, hängt auch davon ab, wer mit anpackt.
Trainingslager im Januar 2027
Nach dem ersten Trainingslager 2026 fahren die U13 bis U17 vom 27. Januar bis 2. Februar 2027 wieder in die Türkei, nach Side. Eine Woche mit täglichen Einheiten nach Trainerplan auf eigenem Naturrasen, mit fester Tagesstruktur und einer Woche, in der die Mannschaft zusammen lebt. Für diese Jahrgänge ist das der zentrale Baustein der Vorbereitung auf die Rückrunde, deshalb planen wir mit der ganzen Mannschaft. Alle Details stehen im Elternabend-Handout.
Ehrenamt
Eine gepflegte Anlage, gute Trainingsbedingungen und Veranstaltungen entstehen nicht von allein, sondern durch Menschen, die anpacken. Ehrenamt heißt nicht, jede Woche fünf Stunden zu investieren. Manchmal reichen zwei Stunden bei einem Arbeitseinsatz am Samstagmorgen, eine Schicht am Verkaufsstand, Hilfe bei einem Turnier oder beim Auf- und Abbau. Sprecht das Trainerteam oder die Jugendleitung an.
Sponsoring
Fahrten, Platzmieten, Bälle, Trikots, Trainingsmaterial und Trainingslager kosten jede Saison Geld. Sponsoring erfüllt keine Luxuswünsche, es hält den Standard und macht Entwicklung möglich. Wir erwarten nicht, dass Eltern selbst Geld geben. Aber vielleicht kennt ihr eine Firma, die die Jugend unterstützen möchte. Ein Kontakt reicht, den Rest übernehmen wir. Sponsoreninformationen (PDF)
Ausrüstung und Pfand
Jedes Kind bekommt Vereinskleidung gestellt. Dafür zahlt ihr einmalig 75 € Pfand, das ihr beim Austritt zurückbekommt, wenn die Kleidung vollständig und gepflegt zurückkommt. Alles dazu, inklusive Kontodaten, steht auf der Pfand-Seite. Wer zusätzlich etwas Eigenes mit Wappen möchte, findet es im Kickers-Jugend-Shop.
